Walter-Gebauer-Keramikpreis Bürgel 2026
Im Rahmen des 50. Bürgeler Töpfermarktes vom 20. bis 21.Juni 2026 wird erneut auch der Walter Gebauer-Keramikpreis vergeben.
Erinnert wird damit an den verdienstvollen Bürgeler Töpfermeister und Keramiklehrer Walter Gebauer (1907–1989). Der einzige mitteldeutsche Wettbewerb dieser Art würdigt Keramiken von hoher handwerklicher und gestalterischer Qualität und trägt dazu bei, den Sammlungsbereich für Gegenwartskeramik des Keramik-Museums Bürgel um hervorragende Werke zu erweitern.
Sie sind herzlich eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen.
Das diesjährige Motto lautet:
»Anmut und Schönheit – Naturformen in der Keramik«
»Ich liebe die Blumen, die Augen der Erde, die sich bei ihrem Erwachen öffnen, um uns durch ihre Pracht der Erde kindliches Entzücken zu offenbaren; um uns von dem Ernst ihrer schweren, erdrückenden Gedanken, ihrer ungestillten Wünsche zu reden, von der Ironie ihrer Grausamkeit und ihrer unendlichen Süße.« Diesen Satz schrieb Henry van de Velde in seinem 1909 erschienenen Buch AMO.
Mit seinen farbenfrohen Laufglasuren und vegetabil-organischen Formen brachte van de Velde kurz nach der Jahrhundertwende einen neuen Frühling nach Bürgel. Als Künstler schöpfte er nicht nur aus der Natur, sondern auch aus Ernst Haeckels legendärer Publikation Kunstformen der Natur. Die dargestellten Naturformen inspirierten ihn zu eigenen Abstraktionen, insbesondere für Keramiken und textile Muster. Der Bürgeler Jugendstil fand durch sein Wirken sprichwörtlich eine neue Blütezeit, wie die Keramiken der Tonwarenfabrik C. A. Schack eindrücklich zeigen.
Lassen Sie sich von der Natur unter dem besonderen Aspekt der lokalen Pflanzenwelt um Bürgel inspirieren. Ob abstrakt botanisch oder gegenständlich floral – Sie sind herzlich eingeladen, sich kreativ mit dem Thema zu befassen und Ihre keramischen Kunstformen der Natur einzureichen. Künstlerische Auseinandersetzungen sind ebenso erwünscht wie funktionale Gebrauchsgegenstände.
Wir freuen uns auf viele interessante Beiträge!
Wettbewerbsbedingungen
Der Walter-Gebauer-Keramikpreis Bürgel ist insgesamt mit 1.500 € dotiert.
Die Jury vergibt einen Hauptpreis und darf daneben Anerkennungen aussprechen. Das Preisgeld darf geteilt und die Anerkennungen können mit Prämien gewürdigt werden.
Teilnahmeberechtigt sind alle in Deutschland lebenden Personen und alle Marktteilnehmer/ -innen, die hauptberuflich auf dem Gebiet der Keramik arbeiten oder sich in einer keramischen Ausbildung befinden.
Jede/ -r Teilnehmer/-in kann einen Wettbewerbsbeitrag einreichen. Dieser kann aus einem Einzelstück oder auch einem Ensemble von mehreren Teilen bestehen. Sowohl Einzelstücke als auch Bestandteile eines Ensembles können aus mehreren Funktionsteilen bestehen.
Die eingereichte Arbeit kann in beliebigen Techniken und Materialkombinationen ausgeführt sein, muss aber in wesentlichen Teilen und sichtbar aus gebrannten keramischen Materialien bestehen.
Die Wettbewerbsarbeit muss verkäuflich sein.
Als Verkaufspreis wird der Versicherungswert angesetzt, der in den einzureichenden Wettbewerbsunterlagen unbedingt anzugeben ist!
Das Keramik-Museum Bürgel ist am Ankauf der preisgekrönten Keramiken interessiert. Die Auslober behalten sich ein Vorkaufsrecht bis zum Ende der Ausstellung vor.
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Fach-Jury. Diese wird speziell für den diesjährigen Wettbewerb neu berufen.
Die Preisverleihung findet am Sonnabend, 20. Juni 2026, im Rahmen des Töpferempfangs statt.
Alle eingereichten Arbeiten werden während des Töpfermarktes in einer Ausstellung präsentiert.
Teilnahmeerklärung
Bitte melden Sie ihre Teilnahme bis zum 20. Mai 2026 per Email an verwaltung@keramik-museumbuergel.de oder Post an das Keramik-Museum. Nutzen Sie hierfür bitte das Anmeldeformular. Eine Teilnahme ohne fristgemäße Anmeldung ist nicht möglich!
Abgabe der Exponate
Bitte beachten Sie das Gewicht beim Eigentransport, da das Objekt ins 2.OG über das Treppenhaus des Museums geliefert werden muss.
Bitte beachten Sie zudem, dass wir in den Räumlichkeiten keine Objekte hängend ausstellen können.
Übergroße Objekte werden nur im Ausnahmefall und nach vorheriger Rücksprache angenommen.
Für die Kosten des Hin- und Rücktransports kommt der/ die Einliefernde auf.
Eine direkte Abgabe der Arbeit ist nach Absprache im Keramik-Museum Bürgel, Kirchplatz 2, möglich. Bei einer Zusendung per Post an o.a. Adresse erfolgt die Rücksendung unfrei über den Postversand. Für Marktteilnehmer/-innen erfolgt die Entgegennahme der Keramik am Sonnabend vor Marktbeginn von 8 bis 10 Uhr. Die Abholung der Arbeiten ist am Sonntag, 21.Juni, ab 16.00 Uhr möglich.
Abendempfang
Zur Verleihung des Keramikpreises und zum Abendempfang erfolgt eine gesonderte Mitteilung.

